24.03.2005

27. März 2005

10. Durchgang: Tamegger ist Vize-Weltmeister, Schalber wird Vierter!

Finale bei Regen, Wolken und Bodenwind

Der zehnte und letzte Durchgang der Gleitschirm-WM im brasilianischen Valadares hatte es in sich: Der Startplatz in Wolken, Regen auf der Strecke, kräftiger Bodenwind beim Landen - das waren die Bedingungen, die letztlich dazu führten, dass keiner der 150 Teilnehmer das Ziel sah. Top-Favorit Christian Tamegger, der diese WM konstant dominiert hat und seit dem dritten Task in Führung lag, musste sich ausgerechnet bei diesem letzten Durchgang am Samstag viel zu früh geschlagen geben: Der Vorarlberger Weltklasse-Pilot fiel auf Platz Zwei zurück und holte sich damit zum bereits dritten Mal den Titel des Vize-Weltmeisters! Stark aufgezeigt hat der Salzburger Alex Schalber: Er schrammte haarscharf an einem Stockerlplatz vorbei und beendete die WM mit dem vierten Platz!

?Es war der sinnloseste Durchgang des ganzen Bewerbs?, kommentierte Schalber das WM-Finale. Zweimal wurden die Piloten unmittelbar vor dem Start zum Briefing zusammengetrommelt, weil die aktuellen Wetterbedingungen die geplante Aufgabe unmöglich gemacht hatten. Einmal hatte es auf der geplanten Route bereits zu regnen begonnen, beim zweiten Mal war der Startplatz derart von Wolken eingehüllt, dass der Start verschoben werden musste. Die 54,5 Kilometer lange Aufgabe schaffte denn auch keiner der Piloten. Am weitesten kam mit 29,7 Kilometer der Schweizer Christian Maurer, bester Österreicher wurde Schalber mit 28,2 Kilometer.

Für die meisten Piloten war bereits vor der ersten Boje Schluss, so auch für Tamegger, der nach 16 Kilometern auf dem Boden stand. In der Gesamtwertung rutschte der Vorarlberger ? der seit dem dritten Durchgang unangefochten Platz 1 beherrscht hatte ? auf Rang 2 ab. Nach 1997 und 2001 holt sich Tamegger damit nun bereits zum dritten Mal den Titel des Vize-Weltmeisters!

Mit einem für ihn sensationellen Ergebnis beendet der Salzburger Alex Schalber die WM. Schalber ? der am Freitag noch mit fast 39 Grad Fieber kämpfte, aber den letzten Durchgang dank ärztlicher Hilfe und entsprechender Medikamenten-Dosis fieberfrei fliegen konnte ? hat sein persönliches Ziel mehr als erfüllt: ?Ich wollte bei dieser WM unter die ersten Zehn. Dass ich fast auf dem Stockerl lande, hätte ich nie gedacht, das ist mein bisher bestes Ergebnis?, freut sich Schalber über Rang 4 in der Gesamtwertung. Dieses Spitzenresultat gleich zu Beginn der Wettbewerbssaison bedeutet auch einen ordentlichen Motiviationsschub für die drei Weltcups, bei denen der Salzburger Pilot heuer antreten will.

In der Nationenwertung musste sich die österreichische Mannschaft nach dem Fiasko des letzten Durchgangs von einem Medaillentraum übrigens verabschieden: Das ?Team Austria? wurde von den tschechischen Fliegerkollegen auf Platz 4 verwiesen.

Ergebnis des zehnten Durchganges:
17. Alex Schalber (Anif, Salzburg)
57. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich)
78. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)
92. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg)
96. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)

Gesamtwertung nach zehn geflogenen Durchgängen:
1. Steve Cox (CHE) ? 8.718 Punkte
2. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg) ? 8.488 Punkte
3. Stefan Wyss (CHE) ? 8.301 Punkte
4. Alex Schalber (Anif, Salzburg) ? 8.245 Punkte
31. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg) ? 7.145 Punkte
50. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich) ? 6.585 Punkte
62. Armin Eder (Innsbruck, Tirol) ? 6.049 Punkte

Um den Titel des Weltmeisters ritterten 150 Piloten aus 42 Nationen.

Persönliche Angaben zu den Nationalteampiloten finden sich auf unserer Homepage:
http://www.paragleiter.org

Die Ergebnisse der einzelnen Durchgänge finden sich auf der Homepage des Veranstalters:
www.2005worlds.com

26. März 2005

9. Durchgang: Grippe, Hitze und blanke Nerven

Tamegger knapp über Grund von "Wunderbart" gerettet ? Schalber mit fast 39 Grad Fieber im Spitzenpulk ? Hoffnung auf schlechtes Wetter

Die Gleitschirm-WM im brasilianischen Valadares geht den Piloten zunehmend an die Substanz. Noch nie zuvor wurden bei einem FAI-Großereignis derart viele Durchgänge geflogen, dazu kommen die extreme Hitze und diverse Infekte: Nach dem bereits der Vorarlberger Christian Tamegger und der Tiroler Armin Eder stark angeschlagen an den Start mussten, hat es nun auch den Salzburger Alex Schalber erwischt: Er absolvierte den gestrigen Durchgang mit fast 39 Grad Fieber.

Obwohl vom Fieber deutlich geschwächt ? am Landeplatz konnte sich Schalber kaum auf den Beinen halten ? flog der Salzburger nach einem knapp zweistündigen Flug im Spitzenpulk ins Ziel. Dicht hinter ihm folgte der Salzburger Helmut Eichholzer, kurze Zeit später landeten auch der Tiroler Armin Eder und Tamegger. Der Niederösterreicher Richard Trümel riskierte zuletzt noch alles und setzte mit relativ niedriger Höhe den Zielflug an. Er musste sich jedoch kurz vor der Linie geschlagen geben.

Tamegger selbst hat bei diesem 53 Kilometer langen Durchgang wieder einmal gezeigt, dass er auch aus Nichts noch etwas herausholt. Wenige Kilometer vor dem Ziel kämpften die Piloten mit starkem Luftmassesinken, unter jenen, die nach unten gespült wurden, befand sich auch Tamegger. Dicht über Grund ? zum Boden waren es gerade noch einmal 50 Meter (!) ? riss der Vorarlberger Spitzenpilot dann aber tatsächlich einen "Wunderbart" auf, schraubte sich darin wieder hoch und glitt über die Zielline.

In der Gesamtwertung ist damit bei den Spitzenpositionen alles beim alten geblieben: Tamegger liegt nun schon seit dem dritten Durchgang auf Platz 1, Schalber hält Platz 7. In der Teamwertung segeln die Österreicher mit 22.806 Punkten zwar nach wie vor auf Bronze-Kurs, allerdings äußerst knapp verfolgt von den Tschechen: Deren Rückstand beträgt gerade einmal 4 (!) Punkte.

"Dieser Bewerb setzt mittlerweile allen 150 Piloten zu", erklärt Eichholzer. Falls das österreichische Team den letzten Durchgang ohne den erkrankten Schalber ? und damit einen bisher sicheren Punktebringer ? fliegen muss, "schaut es schlecht für uns aus", meint der Kuchler. Ob heute geflogen wird oder nicht, hängt vom Wetter ab, ersten Wetterprognosen zufolge sieht es nicht danach aus. "Vielleicht ist es das schon gewesen. Uns wär's recht", schildert Eder die Stimmung im angeschlagenen "Team Austria".

Gesamtwertung nach neun geflogenen Durchgängen:
1. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg) ? 8.099 Punkte
3. Steve Cox (CHE) ? 7.961 Punkte
2. Stefan Wyss (CHE) ? 7.915 Punkte
7. Alex Schalber (Anif, Salzburg) ? 7.449 Punkte
23. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg) ? 6.620 Punkte
51. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich) ? 5.946 Punkte
60. Armin Eder (Innsbruck, Tirol) ? 5.663 Punkte

Spielt das Wetter mit, wird heute noch ein Durchgang geflogen. Um den Titel des Weltmeisters rittern 150 Piloten aus 42 Nationen.

25. März 2005

8. Durchgang: Kein Österreicher im Ziel

Tamegger, Eichholzer und Schalber kurz vor der Linie gegroundet ? Tamegger weiter auf Platz 1 ? Österreich auf Platz 3

Der 8. Durchgang der Paragleiter-WM in Valadares (Brasilien) bescherte den Piloten am Donnerstag exakt das Gegenteil des Vortages: Freuten sich die Paragleiter am Mittwoch noch über prächtige thermische Bedingungen, so kämpfte sie nun mit Steigwerten, die im Tagesverlauf zunehmend schwächer ausfielen, um dann schließlich vollends ins Sinken zu kippen. Ergebnis: Von den 150 Teilnehmern kamen gerade einmal 20 ins Ziel, unter ihnen kein einziger Österreicher. Der Vorarlberger Christian Tamegger, Top-Favorit dieser WM, und der Salzburger Helmut Eichholzer mussten sich auf der 76,2 Kilometer langen Strecke 300 Meter vor der Ziellinie geschlagen geben, beim Salzburger Alex Schalber fehlten 500 Meter für den Flug ins Goal.

Ihre Gesamtwertung konnten die Piloten glücklicherweise halten: Tamegger bleibt auf Platz 1, Schalber auf Platz 7. In der Teamwertung liegen die Österreicher mit 20.100 Punkten nach wie vor auf dem dritten Platz, allerdings hat sich der Abstand zu den zweitplatzierten Deutschen wieder auf satte 551 Punkte vergrößert.

Ergebnis des 8. Durchgangs
21. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg) und Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)
25. Alex Schalber (Anif, Salzburg)
42. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich)
64. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)

Die Gesamtwertung nach acht geflogenen Durchgängen:
1. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg) ? 7.236 Punkte
3. Steve Cox (CHE) ? 6.986 Punkte
2. Stefan Wyss (CHE) ? 6.935 Punkte
7. Alex Schalber (Anif, Salzburg) ? 6.530 Punkte
27. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg) ? 5.697 Punkte
37. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich) ? 5.556 Punkte
63. Armin Eder (Innsbruck, Tirol) ? 4.798 Punkte

Die Weltmeisterschaft dauert bis 26. März. Spielt das Wetter mit, sind damit noch zwei Durchgänge zu fliegen. Um den Titel des Weltmeisters rittern 150 Piloten aus 42 Nationen.

24. März 2005

7. Durchgang: Alle Österreicher im Ziel

Trümel, Eichholzer und Tamegger im Spitzenpulk ? Veranstalter korrigiert Auswertungsfehler des 6. Durchgangs: "Flugschule-Salzburg"-Pilot Alex Schalber auf Platz 1 !

Der 7. Durchgang der Paragleiter-WM in Valadares (Brasilien) wartete mit angenehmer Thermik, Steigwerten um die vier Meter pro Sekunde und damit idealen Bedingungen auf. Österreichs Team konnte sich von Anfang an im Spitzenpulk gut positionieren, alle Piloten flogen bei diesem Durchgang am Mittwoch ins Ziel. Als bester Österreicher landete der Niederösterreicher Richard Trümel auf Platz 10, für den Salzburger Helmut Eichholzer wurde es Platz 16, für Christian Tamegger (Vorarlberg) Platz 17. Tameggers Medaillenchancen sind nach wie vor intakt, er liegt in der Gesamtwertung mit fast 300 Punkten Vorsprung vor dem Schweizer Stefan Wyss nach wie vor auf Platz 1!

Die soliden thermischen Bedingungen waren ganz nach dem Geschmack der teilnehmenden Piloten, entsprechend hoch war die Dichte des Feldes an der Spitze: Von den 150 Piloten kamen 98 ins Ziel, wovon 60 Piloten die Zielline innerhalb von wenigen Minuten überflogen! Für die 66 Kilometer lange Strecke brauchte der Sieger Stephan Morgenthaler (Schweiz) zwei Stunden und eine Minute. "Österreichs Bester", Richard Trümel aus Scheibbs, hinkte Morgenthalers Spitzenzeit gerade einmal eine Minute und 44 Sekunden her.

In der Nationenwertung geht indes die Aufholjagd zu Deutschland weiter: Österreich liegt zwar mit 17.835 nach wie vor auf Platz 3, allerdings hat sich der Abstand zu den zweitplatzierten Deutschen auf nur noch 59 Punkte verringert.

Für die noch ausstehenden drei Durchgänge ist jetzt die richtige Taktik gefragt: Trümel, Eder und Eichholzer wollen für die Teamwertung kräftig punkten und werden deshalb in den nächsten Tagen deutlich mehr riskieren als Tamegger und Schalber, die eine Spitzenplatzierung zu verteidigen haben und sich deshalb zurückhalten werden. Und: Die "hinteren" drei wollen die "vorderen" zwei tatkräftig unterstützen: "Es läuft so ähnlich wie bei der Tour de France, wo die Wasserträger versuchen, möglichst gut für die Mannschaft zu punkten, wo es aber auch ganz besonders darum geht, den besser platzierten Teammitgliedern eine sichere Zielankunft zu gewähren", erklärt Eichholzer.

Noch ein Detail am Rande: Bei der Auswertung des 6. Durchgangs war es zu einer Panne gekommen, der Veranstalter hat deshalb die Ranglisten korrigiert. Mit einem für das "Team Austria" äußerst positiven Effekt: "Flugschule-Salzburg"-Pilot Alex Schalber wurde vorgestern nicht Dritter sondern Erster! Auch das übrige Team rutschte etwas nach vor. Der Vollständigkeit halber hier sowohl die "österreichischen" Ergebnisse des sechsten wie auch des aktuellen siebten Durchgangs:

Ergebnis des 6. Durchgangs nach der Korrektur durch den Veranstalter:

1. Alex Schalber (Anif, Salzburg)
3. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg)
35. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)
56. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)
111. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich)

Ergebnis des 7. Durchgangs

10. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich)
16. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)
17. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg)
36. Alex Schalber (Anif, Salzburg)
59. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)

Die Gesamtwertung nach sieben geflogenen Durchgängen:
1. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg) ? 6.481 Punkte
2. Stefan Wyss (CHE) ? 6.178 Punkte
3. Steve Cox (CHE) ? 6.077 Punkte
7. Alex Schalber (Anif, Salzburg) ? 5.778 Punkte
26. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg) ? 4.941 Punkte
37. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich) ? 4.821 Punkte
69. Armin Eder (Innsbruck, Tirol) ? 4.123 Punkte

Die Weltmeisterschaft dauert bis 26. März, insgesamt waren elf Durchgänge geplant. Nach sieben geflogenen und einem abgesagten Durchgang sind somit noch drei zu fliegen. Um den Titel des Weltmeisters rittern 150 Piloten aus 42 Nationen.

23. März 2005

Paragleiter-WM: 6. Durchgang mit starkem österreichischem Auftritt: Schalber wird Dritter, Tamegger Fünfter - "Team Austria" nur noch 75 Punkte hinter Deutschland

Obwohl von grippalen Infekten stark geschwächt - Christian Tamegger und Armin Eder gehen derzeit deutlich angeschlagen an den Start -, lieferte die Österreichische Nationalmannschaft beim gestrigen (Dienstag) sechsten Durchgang der Gleitschirm-WM im brasilianischen Valadares einen tollen Lauf: Der Salzburger Alex Schalber flog als Dritter ins Ziel und schob sich damit in der Gesamtwertung auf Platz 7 vor. Der Vorarlberger Christian Tamegger wurde Fünfter und hält damit nach wie vor Platz 1 im Gesamtklassement! In der Mannschaftswertung liegt Österreich mit 14.954 Punkten nur noch magere 75 Punkte hinter Deutschland auf Platz drei.

Zu bewältigen galt es bei diesem sechsten Durchgang einen Speedrun über 53 Kilometer. Dabei bestimmt jeder Pilot seinen Startzeitpunkt - innerhalb eines bestimmten Fensters - selber, gewertet wird dann die Zeit zwischen Start und Landung. Angesichts eines fast lückenlos bewölkten Himmels wählten die österreichischen Piloten den letztmöglichen Startzeitpunkt und trafen damit die taktisch optimale Entscheidung: Der Himmel riss zunehmend auf, die Thermik wurde von Kilometer zu Kilometer besser, was bedeutete, dass Schalber und Tamegger gegenüber den Frühstartern mit deutlich mehr Tempo fliegen und den Spitzenpulk sogar ein- und überholen konnten!

Die Österreicher segeln mit ihrer bisherigen Leistung zwar auf Medaillenkurs, sind aber nur vorsichtig optimistisch, reicht doch ein einziger verpatzter Durchgang, um sämtliche Platzierungsträume begraben zu müssen: "Die thermischen Verhältnisse sind unberechenbar. Es braucht hier auch immer wieder ein gewisses Quentchen Glück, um ins Ziel zu fliegen. Die besten Piloten hat es bei dieser WM schon vor der Ziellinie erwischt und wir haben noch vier Durchgänge zu fliegen. Da kann noch viel passieren", kommentiert Tamegger den Zwischenstand. Der Vorarlberger kämpft zudem - ebenso wie der Tiroler Armin Eder - mit einer starken Verkühlung, die beim Fliegen wegen des zwangsläufig auftretenden Höhen- und Druckunterschiedes eine besondere Belastung darstellt.

Die Weltmeisterschaft dauert bis 26. März, insgesamt waren elf Durchgänge geplant. Nach sechs geflogenen und einem abgesagten Durchgang sind somit noch vier zu fliegen. Um den Titel des Weltmeisters rittern 150 Piloten aus 42 Nationen.

Die Gesamtwertung nach sechs geflogenen Durchgängen:
1. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg)
7. Alex Schalber (Anif, Salzburg)
34. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)
43. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich)
76. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)

20.03.: Paragleiter-WM: Vorarlberger Tamegger weiter auf Platz 1

5. Durchgang: Kein einziger von 150 Piloten im Ziel ? Österreicher schieben sich nach vor

Der fünfte Durchgang bei der Gleitschirm-WM in Valadares (Brasilien) war ? wieder einmal ? geprägt von schwachen thermischen Verhältnissen. Die Abschattungen holten früher oder später alle Piloten auf den brasilianischen Boden, die 61 Kilometer lange Aufgabe flog kein einziger der Teilnehmer zu Ende. Am weitesten kam der Schweizer Stefan Wyss, er näherte sich dem Ziel bis auf sechs Kilometer. Der Vorarlberger Christian Tamegger landete bei diesem Lauf am Samstag auf Platz 18 (13 Kilometer vor dem Ziel), blieb mit dem Ergebnis aber nur 100 Punkte hinter Tagessieger Wyss zurück und konnte so seine Führung in der Gesamtwertung halten.

Alex Schalber (Salzburg) kam bis auf 16 Kilometer ans Ziel heran und landete bei diesem Task auf Platz 22, für Richard Trümel (Niederösterreich) wurde es Platz 39, für Armin Eder Platz 57, für Helmut Eichholzer Platz 82. Fast alle Mitglieder des "Team Austria" haben damit ihre Platzierung in der Gesamtwertung verbessert. In der Nationenwertung liegt Österreich nach wie vor auf Platz 3.

Die Weltmeisterschaft dauert bis 26. März, insgesamt sind elf Durchgänge geplant. Um den Titel des Weltmeisters rittern 150 Piloten aus 42 Nationen.

Die Gesamtwertung nach dem fünften Durchgang:

1. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg)

2. Steve Cox (CHE)

3. Torsten Siegel (DEU)

13. Alex Schalber (Anif, Salzburg)

21. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich)

44. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)

77. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)

17.03.: Paragleiter-WM in Brasilien: Vorarlberger Tamegger führt!

3. Durchgang mit müder Thermik ? Nur 5 von 150 Piloten im Ziel ? Österreich in der Nationenwertung auf Platz 3

Äußerst selektiv gestaltete sich gestern, Donnerstag, der dritte Durchgang der Paragleiter-WM im brasilianischen Valadares. Von den 150 Piloten kamen gerade einmal fünf (!) ins Ziel, darunter auch der Vorarlberger Christian Tamegger. Eine Spitzenleistung, mit der sich Tamegger bei dieser Weltmeisterschaft vorerst einmal in Führung gebracht hat! In der Nationenwertung liegt Österreich derzeit auf Platz 3.

Allein die Flugzeit sagt schon alles über die Bedingungen dieses Durchgangs: Jene, die ins Ziel flogen, hatten für die 52 Kilometer lange Strecke im Schnitt zwei Stunden und 47 Minuten gebraucht. Das bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 15 km/h und damit die Hälfte dessen, was bei halbwegs brauchbaren Aufwinden drinnen wäre.

Die von Anfang an eher schwachen thermischen Bedingungen fielen im Verlauf des Durchgangs immer noch weiter ab. Etwa auf halber Strecke wurden die Aufwinde geradezu jämmerlich, am Ende kämpfte Tamegger in zartestem Steigen (0,2 m/s) ums Hochkommen. Was bei guter Thermik eine Sache von wenigen Minuten ist ? nämlich gut 1.000 Meter Höhe zu machen ? dauerte in diesem Fall eine geschlagene Stunde. Tameggers Geduld und Kampfgeist zahlten sich aus: Mit der hart erarbeiteten Höhe schaffte er es, die letzte Boje zu umrunden und dann als fünfter ins Ziel zu gleiten.

Der Vorarlberger zeigte sich von seinem Superlauf "überglücklich und selber überrascht". Wie es weiter geht, mag sich Tamegger, der bereits bei zwei Weltmeisterschaften auf dem zweiten Platz (1997 und 2001) landete, vorerst nicht ausmalen: "Schauen wir einmal, was da rauskommt. Bisher hat jeden Tag der Führende gewechselt..."

Die Weltmeisterschaft dauert noch bis 26. März, insgesamt sind elf Durchgänge geplant.

Die Gesamtwertung nach dem zweiten Durchgang:

1. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg)

2. Torsten Siegel (DEU)

3. Steve Cox (CHE)

24. Alex Schalber (Anif, Salzburg)

48. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)

35. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich)

78. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)

17.03: Paragleiter-WM in Brasilien: Tamegger auf Platz 3

2. Durchgang führte Piloten bei zähen Bedingungen über's brasilianische Flachland

Bei der Paragleiter-WM in Brasilien sind Österreichs Chancen auf eine Medaille nach wie vor intakt: Der Vorarlberger Christian Tamegger ist zwar nach dem gestrigen (Mittwoch) zweiten Durchgang in der Gesamtwertung von Platz 2 auf Platz 3 gerutscht, liegt aber mit seinen 1.851 Punkten nur 59 Punkte hinter dem Erstplatzierten, dem Schweizer Stefan Wyss. Bruce Goldsmith, der Sieger des ersten Durchgangs, fand sich auf Platz 6 zurückgereiht.

Der zweite Task der WM lehrte die österreichischen Piloten gleich zu Beginn eines: Meteorologische Vorhersagen sind in Südamerika genauso viel wert wie daheim. "Hammerthermik" wurde prognostiziert, geworden ist es dann ein Tag mit äußerst schwachen Aufwinden, die Steigwerte betrugen mitunter gerade einmal zarte 0,5 Meter pro Sekunde. Unter derart zähen Bedingungen galt es 62 Kilometer über das brasilianische Flachland zu bewältigen, was für die Piloten vor allem eines bedeutete: "Nerven bewahren" und "Geduld zeigen".

Kam beim ersten Durchgang nur ein Österreicher ins Ziel, war es diesmal umgekehrt: Bis auf einen überflogen alle Piloten die Ziellinie und zwar knapp hinter dem Spitzenpulk. Mit einer Flugzeit von einer Stunde und 59 Minuten lagen die Österreicher nur fünf Minuten hinter dem Tagessieger Norman Lausch (DEU). Richard Trümel und Alex Schalber konnten ihre Schlappe vom Vortag damit wieder etwas wettmachen und sich mit ihren jeweils 1.508 Punkten von Platz 40 auf Platz 26 vorarbeiten. Immer vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, sollen noch neun Tasks geflogen werden.

Die Gesamtwertung nach dem zweiten Durchgang:
1. Stefan Wyss (CHE)
2. Steve Cox (CHE)
3. Christian Tamegger (Dornbirn, Vorarlberg)
26. Richard Trümel (Scheibbs, Niederösterreich) und Alex Schalber (Anif, Salzburg)
54. Helmut Eichholzer (Kuchl, Salzburg)
99. Armin Eder (Innsbruck, Tirol)


10.03.2005

Gurtzeug für Gleitsegel, Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin

Nach mehreren Brüchen während des Betriebes bei Aluminium Gurtzeugkarabinern Parafly Automatic der Firma AustriAlpin in den Jahren 2003 und 2004 wurde der Hersteller mehrfach aufgefordert die Dauerschwingfestigkeit dieser Karabiner nachzuweisen zuletzt mit einer Terminsetzung bis 1. März 2005. Diese Nachweise wurden bis heute nicht erbracht. Gleichzeitig haben Untersuchungen im Auftrag des DHV an Aluminium Gurtzeugkarabinern Parafly Automatic der Firma AustriAlpin niedrige Werte hinsichtlich der Dauerschwingfestigkeit ergeben. Die Flugsicherheit ist erheblich beinträchtigt. Vorsorglich trifft der DHV deshalb folgende Maßnahme:

Alle Aluminium Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin, dürfen nicht mehr benutzt werden.

Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft.

Gmund, den 09.03.05

Klaus Tänzler
Geschäftsführer

02.03.2005

Äußerst lehrreich war der Fortbildungsabend zum Thema ?Einklapper" am 24. Februar. Was Karl Slezak (Sicherheitsbeauftrager des DHV) da anhand von Videoaufnahmen vorgeführt hat, war nicht nur für Anfänger informativ, selbst erfahrene Piloten hatten so ihre Aha-Erlebnisse. Kein Wunder bei der Erfahrung, die der Referent vorweisen kann: Karl hat viele Jahre lang Sicherheitstrainings durchgeführt und dabei rund 4.000 Piloten über den Achensee geschickt! Den Klapper, den er nicht gesehen hat, gibt's wahrscheinlich nicht...

Den Videomitschnitt des Vortrags gibts bei der Flugschule.

20.01.2005

Ohne Worte.
Omega 6 über dem Buchberg
Der Europameister im Schnee. Mit dem neuesten Wettkampf-Omega von Advance
Nicki beim Airboarden auf dem Buchberg